Home Über Spielsucht Symptomatik Woran erkennt man, ob man spielsüchtig ist?

Anzeichen und Folgen von Spielsucht

Der Übergang vom unproblematischen zum suchthaften Spielverhalten verläuft meist fließend und kaum merklich. Folgende Anzeichen sind Alarmsignale, die auf eine Abhängigkeit hinweisen oder zumindest hinweisen können:

 

  • Die Versuche durch Glücksspiel Geld zu gewinnen werden immer häufiger.
  • Die Zeit, die für das Glücksspiel investiert wird, wird immer länger.
  • Die Einsätze werden immer höher.
  • Durch Ausweitung der Spielaktivität (z.B. Spielen an mehreren Geldspielautomaten, Teilnehme an mehreren Tischen beim Online-Poker etc.) wird versucht, die Gewinnwahrscheinlichkeit zu erhöhen.
  • Geld, das zur Verfügung steht, wird vollständig für den Spieleinsatz verwendet.
  • Kontrollverlust über die Höhe des Spieleinsatzes
  • Freunde, Bekannte und Partner werden angelogen, um an Geld zu kommen.
  • Erhöhte Reizbarkeit und 'innere' Unruhe in (meist zwangsweisen) spielfreien Zeitabschnitten.
  • Verheimlichen von Besuchen der Spielstätten gegenüber seinem Umfeld
  • Verlustausgleich wird zur Motivation.
  • Spielen, um Spannungen abzubauen und Probleme zu verdrängen
  • Abrutschen in die Beschaffungskriminalität

Bereits bei einem dieser Anzeichen besteht eine große Gefahr der Abhängigkeit vom Glücksspiel!

Die Folgen einer Spielsucht sind meist dramatisch und entsprechen zum Teil den oben genannten Anzeichen:

  • Kontrollverlust über die finanziellen Mittel
  • Verschuldung bis hin zur Insolvenz
  • Verlust des Freundeskreises
  • Erhöhte Reizbarkeit und Unruhe (Entzugserscheinungen)
  • Probleme in der Beziehung
  • Probleme am Arbeitsplatz bis hin zu dessen Verlust
  • Verlust der Selbstachtung
  • Psychische Störungen, Depressionen, Selbstmord-Gedanken
  • Verstrickung in 'Lügengeschichten' und Betrugsverhalten
  • Kriminalisierung zur Geldbeschaffung

Eine Spielerkarriere gliedert sich meist in 3 Phasen:

(nach: de.wikipedia.org/wiki/Spielsucht Stand: 03/2010)

"
Gewinnphase

  • Gelegentliches Spiel
  • Ein größerer oder mehrere kleinere Gewinne
  • Positive Erregung vor und während des Spiels
  • Unrealistischer Optimismus
  • Entwicklung von Wunschgedanken
  • Häufigeres Spiel
  • Setzen immer größerer Beträge

Verlustphase

  • Bagatellisierung der Verluste
  • Prahlerei mit Gewinnen
  • Verluste scheinen durch Gewinne abgedeckt zu sein
  • Häufigeres Spiel alleine
  • Häufigeres Denken an das Spiel
  • Erste größere Verluste
  • Verheimlichung von und Lügen über Verluste
  • Vernachlässigung von Familie und Freunden
  • Beschäftigung mit dem Spiel während der Arbeitszeit
  • Aufnahme von Schulden und Krediten
  • Unfähigkeit, dem Spiel zu widerstehen

Verzweiflungsphase

  • Gesetzliche und ungesetzliche Geldbeschaffungsaktionen
  • Unpünktlichkeit bei der Schuldenrückzahlung
  • Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur: Reizbarkeit, Irritationen, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen
  • Völliger gesellschaftlicher Rückzug
  • Vollständige Entfremdung von Familie und Freunden
  • Verlust der gesellschaftlichen Stellung und des Ansehens
  • Ausschließliche Verwendung von Zeit und Geld für das Spiel
  • Wiederholtes tagelanges Spielen
  • Gewissensbisse und Panikreaktionen
  • Illegale Geldbeschaffung
  • Hass gegenüber anderen (vor allem gewinnenden) Spielern
  • Hoffnungslosigkeit, Selbstmordgedanken bzw. -versuch"
 

Selbsthilfegruppe
der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Kempten des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e.V.
für pathologische Glücksspieler

Tel.: 0831 - 25019

Wann & wo?

jeden Sonntag 18-20 Uhr
Linggstr.4, Kempten

Mitglied im
Arbeitskreis "Sucht" - Kempten
ak-sucht.shg-kempten.de

Sponsoring
Mit freundlicher Unterstützung durch
Banner